Herzlich willkommen auf der Website des Dekanatsbezirks Aschaffenburg!

Auf diesen Seiten können Sie sich über das Dekanat sowie die einzelnen Kirchengemeinden und Arbeitsfelder des Dekanats Aschaffenburg informieren. Sie finden hier auch nützliche Adressen und Ansprechpartner.

Sie haben uns gefunden: Das Evangelische Dekanat am bayerischen Untermain.

Wie alle anderen Einrichtungen unserer Kirche können auch wir momentan nur online oder per Telefon miteinander kommunizieren.

Alle Gottesdienste, Veranstaltungen, Konzerte, Chorproben und Treffen sind wegen des Corona-Virus bis auf Weiteres abgesagt. Das schmerzt und tut weh, denn als Kirche leben wir von der lebendigen Beziehung zwischen Menschen, am besten von Angesicht zu Angesicht.

Selbstverständlich beachten wir als evangelische Kirche die Ratschläge und Anordnungen unserer Regierung, die Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer beeindruckenden Fernsehansprache vom 18. März in aller Deutlichkeit uns allen erklärt hat.

Die Telefonnummern Ihrer Pfarrerin oder Ihres Pfarrers vor Ort, sowie alle weiteren Informationen und Hilfsangebote finden Sie unter der Rubrik „Dekanat und Gemeinden – Kirchengemeinden“.

Dekan Rudi Rupp
Bildrechte: Rudi Rupp

Wenn Sie mich sprechen möchten: Ich bin jederzeit erreichbar unter der Telefonnummer 0175 1154643.

Gott schütze Sie und Ihre Lieben an Leib und Seele

Ihr Rudi Rupp, Dekan

Kreuzwort vom  4.4.2020

Wir planten damals die Reise zusammen: Wir angehenden Pfarrerinnen und Pfarrer wollten gemeinsam nach Rumänien fahren. Es gab hitzige Diskussionen: Auf keinen Fall Wertgegenstände mitnehmen, die Leute sind dort arm, sicher werden wir überfallen. Wie werden wir uns überhaupt verständigen? Im Osten spricht man doch kein Englisch! Wer weiß, ob wir überhaupt ankommen. Auf rumänische Züge soll kein Verlass sein – und das bei 40 Stunden Fahrt!

Einige entschlossen sich nicht mitzufahren. Sie hatten Bedenken.

Ich machte mich mit auf den Weg, und das war mein Glück! Diese Reise war ganz anders, als wir dachten: Wir kamen pünktlich an! Niemand wurde bestohlen, der Frühling brach aus als wir durch die herrliche Landschaft der Karpaten wanderten, wir trafen deutschsprechenden Nonnen in Klöstern…

Am Sonntag gingen wir zusammen in einen orthodoxen Gottesdienst. „Palmarum“ wurde gefeiert. Der Sonntag vor Ostern. Der Gottesdienst war ganz anders, als wir dachten: Es war ein Kommen und Gehen. Alte Menschen knieten auf dem Steinfußboden, Kinder zerrten an den Händen ihrer Eltern. Leute hatten grüne Zweige mit dabei und ließen sie segnen. Ein roter Teppich war ausgerollt. Feierlich wurde aus dem Evangelium gelesen. Wir ließen uns übersetzen:

„Die Leute standen in den Straßen von Jerusalem und erwarteten Jesus: Hosianna, gelobt sei der König Israels!, skandierten sie. Sie hatten ihre Kleidung zum Empfang ausgelegt und wedelten mit ihren Palmenzweigen. Aber wo blieb der Thronwagen? Die festlich geschmückten Pferde?!?

Da kam Jesus endlich: Ein Mann auf einem Esel. Als Gefolge 12 Männer und ein paar Frauen. Sie wirkten scheu.“

Jesus kommt, aber anders als die Leute dachten!

Wir feierten noch weitere drei Stunden den Gottesdienst mit. Herrliche Gesänge ließen uns in eine andere Welt eintauchen. Als wir später aus der Kirche gingen, wurden draußen Kleiderspenden an Bedürftige ausgeteilt. Auch Suppe gab es für die Hungrigen. Eselsgespanne zogen auf dem Kopfsteinpflaster der Straße entlang.

Und ich hatte das Gefühl: Hier ist Jesus angekommen und geht seinen Weg weiter!

Liebe Leserinnen und Leser,
gerade erleben wir eine Zeit, die mit der Corona-Pandemie so anders ist, als wir dachten. Da denke ich gerne an diese Geschichte zurück.

Ihre Pfarrerin Judith Haar-Geißlinger, Kleinheubach