Kreuzworte
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Eine positiv irritierende Erfahrung: Wie gewohnt eröffnet der Priester: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Weil es sich um einen katholischen Gottesdienst handelt, bezeichnen sich die Mitfeiernden mit dem Kreuzzeichen über Stirn, Brust linke und rechte Schulter. Kurze Stille. Dann beginnt der Priester erneut mit dem Kreuzzeichen – und die Mitfeiernden folgen ihm. Darauf noch einmal. Spätestens jetzt sind die Leute etwas verunsichert und schauen sich fragend an. er löst auf und stellt die Frage, ob uns eigentlich bewusst sei, dass wir im Namen des dreieinigen Gottes Gottesdienst feiern. Ein Gott in drei Personen – das sei uns Christen in Sprache und Ritual so sehr selbstverständlich geworden, dass es sich lohne, neu darüber nachzudenken.
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Bist du da, Heiliger Geist? Ich kann nicht schlafen. Vorhin hab ich die Nachrichten gesehen. Was auf der Welt alles los ist! Ich glaub, wir brauchen dringend deine Hilfe. Hier gibt´s eine ganze Menge für dich zu tun. Die Krieg – schrecklich! Festgefahrene Fronten. Kein Ausweg in Sicht. Und nicht nur dort - so viele Menschen, die leiden, die hungern, die verzweifelt sind. Kinder, die keinerlei Perspektiven haben. Unbegreifliche Not. Und bei uns? Krisen, wohin man schaut. Der Erdüberlastungstag war schon vor zwei Wochen!
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An diesem Wochenende sind in Würzburg viele Menschen aus ganz Deutschland und weit darüber hinaus auf den Straßen: Es ist Katholik:innentag! Das Motto „Hab' Mut, steh' auf!“ stammt aus einer Heilungsgeschichte im Markus-Evangelium: Der blinde Bartimäus erhebt seine Stimme, um laut nach Jesus zu rufen. Und als er seinerseits gerufen wird, steht er auf und läuft auf Jesus zu - mit geöffneten Augen. Ein kleines Detail der Geschichte hat mich schon immer bewegt: Bartimäus, so wird erzählt, wirft seinen Mantel ab, als er sich erhebt und auf Jesus zugeht. Viel mehr noch als heute war ein Mantel damals ein Vielzwecktuch, Decke, Schlafsack, vielleicht sogar Zelt in der Nacht. Und man hatte nur einen Mantel - was weg ist, ist weg!