Sommer Sonne Strand

Strand
Bildrechte: Somchai Sumnow auf Pixabay

Der traditionelle Feriendreiklang startet an diesem Wochenende nun auch in Bayern. Ich habe gelesen, dass angesichts stark steigender Preise die Mehrzahl der Deutschen eher an Lebensmitteln spart als am Verreisen. Gerade nach den letzten beiden Corona-Jahren ist für viele der Urlaub in diesem Sommer fest geplant. Das Hotelzimmer ist gebucht, der Flieger ebenso, Reisebeschränkungen gibt es keine mehr.

Andere halten dagegen: Corona ist noch längst nicht vorbei, ja die Fallzahlen sind in diesem Sommer bereits beängstigend hoch. Die Lage an den Flughäfen ist teilweise chaotisch und angesichts der Waldbrände im Süden und Rekordhitze hierzulande steht einem wohl eher der Sinn nach einem erfrischenden Regenguss als nach Sonne satt bei 40°. Und dann noch die drohende Gaskrise im Winter …

Selten zuvor war ein Sommer so sorgenvoll beladen wie der 2022. Manch einer vermisst bereits das berühmte Sommerloch, das einem die Jahre zuvor signalisiert hat: Wenn es keine größeren Probleme gibt, na denn. Dieses Jahr gibt es weder Sommerpause noch ein Sommerloch, sondern Krieg in Europa, Rezessionsängste, eine nicht mehr weg zu diskutierende Klimakrise und eine galoppierende, kaum einzudämmende Inflation.

Fragt sich nur: Sollte man deswegen zuhause bleiben? Abgesehen davon, dass damit kein einziges dieser Probleme kleiner würde: Angst ist ein schlechter Ratgeber und sich verkriechen hilft schon gar nicht.

Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird´s wohl machen. Psalm 37, Vers 5

  • Ich wünsche Ihnen von Herzen erholsame Ferien. Ob in der Nähe oder auf einem anderen Kontinent. Zeit für sich und Ihre Lieben. Zeit sich zu erholen und abzuschalten. Zeit vielleicht auch, um einmal für mehrere Tage keine Nachrichten zu hören und wirklich offline zu sein.
  • Ich wünsche Ihnen – im Sinne des Psalmbeters – eine sichere An- und Heimreise. Ob mit dem Flieger oder dem Auto, mit dem Fahrrad oder dem 9-Euro-Ticket.
  • Und ich wünsche uns allen für die Zeit nach den Ferien mit den Worten aus dem Psalm 37 vor allem eines: Gottvertrauen. Zugegeben, das Wort mag altmodisch klingen, aber es will sagen: Lass dich nicht hängen und lehn dich schon gar nicht selbstgenügsam zurück. Sondern blicke auf das, was der liebe Gott dir an Kraft, an Kreativität, an Phantasie geschenkt hat. Setz es ein, zum Wohl aller und zu deinem eigenen Glück. Corona hat es gezeigt: Wir brauchen nicht querdenken, sondern mitdenken. Und den Mut, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Herzliche Sommergrüße
Ihr Dekan Rudi Rupp